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Philip Julius

Barrierefrei bauen oder umbauen

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Barrierefrei bauen oder umbauen

Wenn Du barrierefrei bauen oder Deine Wohnung, Dein Haus umbauen möchtest, solltest Du Dich mit der DIN-Norm 18040 beschäftigen, denn sie ist die Maßgabe für Anforderungen an die Barrierefreiheit und legt auf dem aktuellen Stand der Technik den Mindeststandard fest.

Rechtlich gesehen handelt es sich bei den DIN-Normen um Empfehlungen, sie müssen nicht zwingend angewendet werden.

Wenn Ihr jedoch plant, Förderungen für barrierefreies Wohnen zu beantragen oder auf Grundstücken bauen wollt, die Eure Stadt / Gemeinde für barrierefreie Bauvorhaben evtl. zu Sonderkonditionen vergibt, dann kann die Richtlinie schnell zu geltendem Recht werden.

Die DIN-Norm 18040 besteht aus drei Teilen:

  • DIN 18040-1 regelt Bauanforderungen an öffentlich zugängliche Gebäude, wie z.B. Verwaltungsgebäude, öffentliche Einrichtungen
  • DIN 18040-2 gilt für Bauanforderungen an Wohnungraum
  • DIN 18040-3 regelt Bauanforderungen im öffentlichen Raum

Relevant für Euch ist also die DIN-Norm 18040-2. Diese legt fest, wie behindertengerechter Wohnraum und Nutzflächen beschaffen sein müssen.

Nachfolgend ein paar Dinge, die Ihr mitdenken solltet, wenn Ihr barrierefrei bauen oder umbauen wollt.

Rollstuhlfahrer
Menschen im Rollstuhl brauchen Rampen, breitere Türen und unterfahrbare Elemente, zum Beispiel in der Küche. Für die Bewegung zwischen verschiedenen Stockwerken müssen Lifte oder Aufzüge mitgedacht werden.

Menschen mit Hörbehinderung
brauchen Räume, die eine gute Akustik haben, und Helligkeit, damit ein Ablesen von den Lippen möglich ist. Geräte der alltäglichen Kommunikation wie Telefon und Klingel werden an optische Signalquellen gekoppelt.

Menschen mit Sehbehinderung
brauchen Hilfen um sich zu orientieren. Für Sehbeeinträchtigte kann mit Kontrasten oder Leitmedien gearbeitet werden, für Blinde mit taktilen Schwellen, wie z.B. spürbar anderen Bodenbelägen oder Wandoberflächen vor Hindernissen, Schwellen, Treppen etc.

Menschen mit motorischer Einschränkung
brauchen Fensterhebel, Türklinken, Wasserhähne oder Schubladen, die leicht und ohne Kraftaufwand zu bedienen oder zu öffnen sind.

Liege-Patienten:
Für Menschen, die die meiste Zeit liegen, müssen Türen extrabreit sein, damit man sie ggf. mit einem Pflegebett passieren kann. Auch sollte man sich über Decken-Lift-Systeme Gedanken machen, um den Aufwand des Hin-und-her-Hebens zu minimieren.

Hier bekommst Du Beratung und weitere Informationen

Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung e.V.  ist ein Zusammenschluss von Wohnberatern und Wohnberatungsstellen.

Der Verein Barrierefrei Leben e.V. berät Euch kostenlos zum Thema Wohnen und barrierefreier Bau.

Informationen zum barrierefreien Bauen und Wohnen vom Behindertenbeauftragten der Bundesregierung findet Ihr hier.

Auf der Internetseite www.nullbarriere.de findet Ihr Anforderungen an Wohnraum für Schwerbehinderte und rund um die DIN-Norm 18040.

Der Dachverband für Integratives Bauen und Wohnen setzt sich für mehr barrierefreies Bauen ein.

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