Was bedeutet es, Geschwisterkind zu sein?
Wenn ein Kind schwer erkrankt oder eine Behinderung hat, verändert das das Leben der ganzen Familie. Auch die Geschwister wachsen in dieser besonderen Situation auf – oft mit Verantwortung, mit Fragen und mit Gefühlen, über die im Alltag wenig gesprochen wird.
Der Kurzfilm „Eine einfache Frage“ erzählt aus der Perspektive von Jugendlichen, die als Geschwisterkinder mit einem Bruder oder einer Schwester mit Behinderung, schwerer Erkrankung oder dem Verlust eines Geschwisters aufgewachsen sind.
Der Kurzfilm „Eine einfache Frage“
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Mehr InformationenDer Kurzfilm gibt Geschwisterkindern eine Stimme
In rund 15 Minuten erzählen Jugendliche aus unserem Geschwisterprogramm von ihrem Alltag, ihren Gedanken und den Fragen, die sie begleiten. Es geht um Verantwortung, Sorgen – aber auch um Nähe, Zusammenhalt und Stärke.
„Manchmal bin ich total wütend auf die Situation.
Und manchmal hab ich Angst, wütend zu sein,
weil sie ja auch nichts dafür kann.“
Eine scheinbar einfache Frage
„Hast du Geschwister?“
Für viele Menschen ist das eine einfache Frage.
Für Geschwisterkinder ist sie oft kompliziert.
Der Film zeigt, dass hinter dieser scheinbar einfachen Frage eine komplexe Lebensrealität steckt.
Die Perspektive der Geschwisterkinder
Geschwisterkinder wachsen in einer besonderen Familiensituation auf.
Sie erleben Situationen, die viele Gleichaltrige nicht kennen: Krankenhausaufenthalte, Sorgen um die Zukunft, den Wunsch, die Eltern zu entlasten – und auch die Erfahrung von Abschied und Trauer, wenn ein Bruder oder eine Schwester bereits verstorben ist.
Der Film macht diese Perspektiven sichtbar.
„Egal, was ich sage – ich werde danach
immer blöd angeguckt, weil niemand weiß,
wie er damit umgehen soll.“
Wie der Film entstanden ist
Der Kurzfilm ist im Rahmen unseres Geschwisterprogramms bei Philip Julius e. V. entstanden. In Gesprächen und Workshops haben Jugendliche ihre Erfahrungen geteilt, Themen gesammelt und Fragen formuliert. Aus diesen Begegnungen entstand die Idee für einen Film, der ihre Perspektive sichtbar macht. Der Film ist deshalb nicht nur ein Film über Geschwisterkinder, sondern ein Film von Geschwisterkindern.
Timo Hübsch
Schauspieler und Filmemacher
Filmische Begleitung
Regisseur Timo Hübsch
Der Kurzfilm wurde von Schauspieler und Filmemacher Timo Hübsch filmisch begleitet.
Als Außenstehender hatte er zuvor keine persönlichen Berührungspunkte mit dem Thema Geschwisterkinder. Gerade diese Perspektive ermöglichte einen offenen Blick auf die Geschichten der Jugendlichen.
Warum dieser Film wichtig ist
Der Film möchte
- die Perspektive von Geschwisterkindern sichtbar machen
- Familien und Fachkräfte sensibilisieren
- anderen Geschwistern zeigen, dass sie nicht allein sind
Der Film auf Tour
Der Kurzfilm „Eine einfache Frage“ soll auch über die Premiere hinaus gezeigt werden. Der Film eignet sich besonders für
- Informationsveranstaltungen
- Fortbildungen
- Elternabende
- Schulen und Hochschulen
- Veranstaltungen zum Thema Geschwisterkinder
Bei Interesse an einer Vorführung
freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.
Häufige Fragen zum Film / FAQ
Für wen ist der Film geeignet?
- Geschwisterkinder ab etwa 15 Jahren
- Familien
- Fachkräfte aus Pädagogik, Therapie und Beratung.
Wie lange dauert der Film?
Der Kurzfilm hat eine Länge von etwa 15 Minuten.
Kann der Film für Veranstaltungen genutzt werden?
Ja. Der Film kann gerne für Informationsveranstaltungen, Fortbildungen oder Elternabende genutzt werden. Bei Interesse freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.
Mehr über unsere Arbeit
Wenn Sie mehr über unsere Arbeit für Familien mit schwerstbehinderten Kindern und ihre Geschwister erfahren möchten:
