Zurück auf der Dreiangelhütte
Nachdem wir uns Anfang des Jahres noch metertief einschneien ließen, ging es Anfang August wieder zur Dreiangelhütte nahe Sonthofen. Diesmal erwarteten uns strahlender Sonnenschein, angenehme Bergtemperaturen und gemütliche Sommergewitter am Nachmittag.
Fünf Tage lang waren wir mitten in der Natur – (fast) ohne Handyempfang und mit ganz viel Zeit füreinander. Zeit für Gespräche, gemeinsames Kochen und Essen, Unternehmungen, Kreativität und all das, was entsteht, wenn eine Gruppe mehrere Tage miteinander verbringt.
Welche Rolle habe ich eigentlich?
Wie bei unseren Geschwisterbegegnungen üblich, gab es auch diesmal ein Thema, mit dem wir uns gemeinsam intensiver beschäftigt haben. Diesmal ging es um Rollen:
Wer ist bei uns der Ruhepol? Wer macht anderen Mut? Und wer spielt öfter mal den Clown?
In kleinen und großen Gesprächsrunden haben wir darüber nachgedacht, welche Seiten solche Rollen haben können – und welche davon vielleicht gar nicht so angenehm sind. Dabei wurde deutlich: Zu Hause übernehmen wir manchmal ganz andere Rollen als in der Schule oder wenn wir Geschwister zusammen sind.
Manche Rollen entstehen ganz selbstverständlich und wir übernehmen sie gerne. Andere werden uns von außen zugeschrieben. Und manchmal würden wir eine Rolle, in die wir hineingerutscht sind, am liebsten wieder loswerden. Gemeinsam haben wir darüber gesprochen, wie das gelingen kann.
Regen, Grillen und eine spontane Wasserschlacht
Neben all den Gesprächen und Gedanken blieb natürlich genügend Zeit für gemeinsame Erlebnisse. Wir spielten Wikinger-Schach im Regen, grillten ausgiebig und feierten gemeinsam einen Geburtstag.
Der Hitze zum Trotz machten wir uns auf in die Natur und entdeckten die Gumpen des nahegelegenen Flusses. Eine spontane Wasserschlacht bescherte uns schließlich die nötige Abkühlung – und wurde zu einem der vielen Momente, die von diesen Tagen im Allgäu bleiben werden.
Fünf Tage, die viel zu schnell vorbei waren
Wie immer verflog die Zeit viel zu schnell. Ein oder zwei Tage länger? Dagegen hätte vermutlich niemand etwas gehabt.
Umso größer ist die Vorfreude auf unsere nächste gemeinsame Reise. Und wenn es nach den Geschwistern geht, steht das Ziel eigentlich längst fest: Endlich in den Norden ans Meer!
Dieser Wunsch steht jedenfalls schon ziemlich lange auf unserer Liste.

