Marian Grau wird für sein Engagement ausgezeichnet
„Wenn ein Kind mit einer schweren Behinderung aufwächst oder verstirbt, prägt das auch den Lebensweg seiner gesunden Geschwister. Neben emotionalen Herausforderungen wie Sorgen und Trauer erleben sie oft einen Mangel an ungeteilter Aufmerksamkeit der Eltern sowie einen Alltag, der stark durch die Rücksichtnahme auf die besonderen Bedürfnisse der Familie bestimmt ist.
Das von Marian Grau initiierte und getragene Projekt setzt an dieser Stelle punktgenau an. Es greift jungen Menschen, deren Belange in unserer Gesellschaft oft zu wenig gesehen werden, mit Rat und Tat unter die Arme und gibt ihnen Halt. Dieser keineswegs selbstverständliche Einsatz ist beeindruckend und bewundernswert.“ So begründen das Deutsche Studierendenwerk und der Deutsche Hochschulverband ihre Entscheidung, unseren Vereinspaten Marian Grau als „Student des Jahres 2026“ auszuzeichnen.
Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde am 23. März im Rahmen der Gala der Deutschen Wissenschaft in Berlin feierlich verliehen. Wir von Philip Julius e.V. freuen uns unglaublich mit Marian Grau, der seit inzwischen sechs Jahren unseren Verein als Pate begleitet und bereichert. Vor allem unsere Geschwisterarbeit wäre ohne Marian nicht das, was sie heute ist. Im Rahmen seiner „Von Geschwistern für Geschwister“-Aktionen, aber auch darüber hinaus, ist er für unsere Geschwisterkinder „starke Schulter“ und ein Ansprechpartner auf Augenhöhe, der ihre Situation und Sorgen versteht, Verbindung und Gemeinschaft schafft und damit ganzen Familien Kraft schenkt. Darüber hinaus engagiert er sich auch als Autor, Referent, Moderator, Ansprechpartner für Familien sowie als Botschafter des Deutschen Kinderhospizvereins.
Marian ist selbst mit einem schwerstbehinderten und 2012 verstorbenen Bruder aufgewachsen. Eine Erfahrung, von der der inzwischen 23-Jährigen in seinem Buch „Bruderherz: Ich hätte dir so gern die ganze Welt gezeigt“ erzählt, die sich vor allem aber auch in seinem Engagement für andere Geschwisterkinder widerspiegelt. Die breite Berichterstattung unter anderem im Deutschlandfunk, verschiedenen Fachmedien und durch die Universität Konstanz, an der Marian Informatik studiert, würdigt nicht nur das Herzblut und die viele Zeit, die Marian in seine ehrenamtliche Arbeit investiert, sie hilft auch, das Thema Geschwisterkinder grundsätzlich sichtbarer und auf die Angebote unseres Vereins aufmerksam zu machen.
Unseren allerherzlichsten Glückwunsch zu dieser mehr als verdienten Auszeichnung, lieber Marian!

