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Philip Julius

Wie gründe ich eine inklusive WG?

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Wie gründe ich eine inklusive WG?

Es gibt bereits viele Beispiele für gut funktionierende inklusive WGs in Deutschland, allerdings bisher nur wenige, die von Menschen mit schwerstmehrfacher Behinderung bewohnt werden. Doch auch dies kann gut gelingen, wenn man in der Planung ein besonderes Augenmerk auf die Punkte Barrierefreiheit, Pflege und vor allem Finanzierung legt.

Gerne würden wir Dir „den idealen Plan zur Gründung Deiner inklusiven WG“ vorlegen, dazu sind die Rahmenbedingungen und die Bedürfnisse der zukünftigen Bewohner jedoch viel zu verschieden.

Wir können Dir aber die wichtigen Bausteine für Dein Projekt nennen:

WG – DIE IDEE

Zunächst einmal solltest Du eine gehörige Portion Enthusiasmus und den unbedingten Willen für das Projekt „inklusive WG“ mitbringen. Hast Du diese zwei Dinge, dann bist Du schon auf dem guten Weg dieses Projekt anzugehen und Dir folgende Fragen zu stellen:

Wer soll in unserer zukünftigen WG leben? Wie viele Bewohnern soll die zukünftige WG Platz bieten? Wie hoch ist der Unterstützungsbedarf der Bewohner? Ein höherer Unterstützungsbedarf verursacht mehr Kosten, denn es ist mehr Pflege und Assistenz erforderlich, d.h. die WG muss eine bestimmte Anzahl an Mitbewohnern haben, um dies leisten zu können und braucht ebenfalls Assistenz und Pflege von außerhalb.

Wie wird sich die WG finanzieren? Welche Kostenträger sind zuständig? Informiere Dich bei Gründern und Bewohnern bereits bestehender WG, sie geben sicherlich gerne Auskunft über ihre Erfahrungen und ihr Wissen.

WG-DIE GRÜNDER

Finde Menschen, die ebenfalls an dem Aufbau einer inklusiven WG in Deiner Nähe interessiert sind. Vielleicht bist Du schon Teil einer Gruppe und möchtest noch mehr Menschen in Euer „WG Boot“ holen. Erkundige Dich bei Vereinen, Pflegediensten und Beratungsstellen vor Ort. Auch unser Partner WOHN:SINN hat eine deutschlandweite Datenbank mit Menschen die eine WG suchen oder gründen wollen und mit WGs, die einen neuen Mitbewohner suchen.

WG-DAS KONZEPT

Habt Ihr in der Gruppe alle das gleiche Ziel? Wo gibt es Unterschiede? Wo kann man sich auf Kompromisse einigen?

Erstellt ein gemeinsames Konzept: Wie viele Bewohner soll die zukünftige WG insgesamt haben? Wie hoch ist der Unterstützungsbedarf? (und davon abhängig, wieviel Leistungen können intern, welche Leistungen müssen von außerhalb (z.B. Pflegedienst, Assistenz) erbracht werden? Welche Aufgaben können die nicht-behinderten Bewohner übernehmen (Hilfe für Wohnen)?

Wer verwaltet die WG? (Dienstpläne, Finanzierung)?

WG-DIE FINANZIERUNG?

Wird die WG selber Leistungsträger und somit Arbeitgeber oder gliedert sie sich an einen bereits bestehenden Leistungsträger an?

Welche Kostenträger sind für die Bewohner zuständig? Können die verschiedenen Kosten z.B. von Assistenz und Pflege der Bewohner gebündelt und somit auch Kosten gespart werden? 

WG-DIE WOHNRAUMSUCHE

Habt Ihr ein durchdachtes Konzept und einen Finanzierungsplan geht es an die Wohnungssuche. Hier könnt ihr die üblichen Wege der Wohnungssuche beschreiten, ihr könnt Euch aber auch bei Bauträgern und Bauvorhaben in der Umgebung erkundigen, denn oft sind inklusive WG  bzw. barrierefreie Wohnungen ein interessantes, weil gefördertes Konzept in neuen Bauvorhaben.

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