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„Hakuna Matata – jetzt kommen WIR!“

So lautet das Motto unseres Projektes für Geschwister.

Mit dem Projekt wollen wir Geschwister begleiten und stärken, indem wir sie mit anderen betroffenen Kindern zusammenbringen. Bei uns stehen einmal sie und ihre Themen und Bedürfnisse – ganz ausschließlich – im Mittelpunkt.

Bei gemeinsamen Aktivitäten und Workshops können sie spielerisch Kraft tanken, miteinander in Kontakt kommen, Stärken aktivieren und neue Perspektiven entwickeln. Durch kreative und erlebnispädagogische Angebote werden Interessen und das Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt.

Geschwister im Alter von 6 bis 12 Jahren sind in unseren monatlichen Treffen herzlich willkommen.

Alle Angebote werden von erfahrenen Sozialpädagogen und/oder Therapeuten begleitet und von ehrenamtlichen Betreuern unterstützt. Und ganz viel Spaß ist natürlich auch dabei.

Treffen & Termine

Alle Treffen beginnen und enden mit gemeinsamen Ritualen und geben den Kindern viel Raum, sich zu entfalten und sich aktiv in die Gestaltung einzubringen.

Alle Treffen finden, sofern nicht anders angekündigt, von 15:00 bis 17:00 Uhr in den Räumen des Philip Julius e.V. – Homburger Straße 1, 61118 Bad Vilbel statt.
Zu Planungszwecken bitten wir darum, die Kinder über das Formular in der Terminankündigung zu jedem Treffen anzumelden.

Die Angebote sind kostenfrei. Wir freuen uns jedoch über eine kleine Spende. Die Spenden werden verwendet, um Material zu beschaffen.

Dieses Projekt wird gefördert von

Von Geschwistern für Geschwister

Zu Beginn des Sommers 2023 möchten wir mit einem neuen Projekt für Geschwister ab 13 Jahren starten: Unter dem Motto „Von Geschwistern für Geschwister“ möchten wir mit euch ein Netzwerk von Schwestern und Brüdern mehrfach schwerstbehinderter, chronisch kranker oder verstorbener Geschwister aufbauen.

Wir möchten euch zwei- bis dreimal im Jahr in den gemeinsamen Austausch bringen, über eure Rolle im Familiensystem, eure Stärken und eure Persönlichkeit sprechen. Natürlich werden auch Spaß und Action nicht zu kurz kommen.

Begleitet werden die Treffen von drei bereits erwachsenen Geschwistern und Fachkräften aus dem pädagogischen und psychosozialen Bereich.

Auftakt der Treffen soll ein langes Wochenende über Fronleichnam am Schluchsee im Schwarzwald sein. Genaue Informationen zur Freizeit findet ihr neben stehend.

Wenn ihr Lust habt, mitzumachen, meldet euch gerne unter geschwister@philip-julius.de. Hier erhaltet ihr immer die neuesten Informationen.

Geschwisterfreizeit am Schluchsee

Vom 07. bis 11.06.2023 möchten wir unser Projekt „Von Geschwistern für Geschwister“ gemeinsam mit Euch während einer Freizeit am Schluchsee im Schwarzwald starten.

Genaue Informationen zur Freizeit findet Ihr hier:

Geschwisterfreizeit

„…uns Geschwisterkinder eint ein überdurchschnittlich hohes Maß an Selbstständigkeit und Empathie, an Reflexionsvermögen und Lebensfreude. Unsere Brüder und Schwestern haben uns, jeder und jede für sich, unvergessliche Lehren fürs Leben auf den Weg gegebenen. Dank ihnen haben wir einen Blick auf das Leben und das Wesentliche wie ihn manch Achtzigjähriger noch nicht auf dem Kasten hat. Die Krankheit des Geschwisterkindes war und ist für uns größte Herausforderung und größte Bereicherung zugleich. Wir sind das beste Beispiel dafür, dass man auch im Schatten reifen kann.“  Marian Grau, Bruder von Marlon

Marian Grau Pate Bruderherz
Rechte bei Marian

Warum Geschwisterarbeit?

In Deutschland wachsen rund zwei Millionen Kinder und Jugendliche als Geschwister eines Kindes mit einer Behinderung oder schweren chronischen Erkrankung auf.

Das Aufwachsen an der Seite eines behinderten oder chronisch kranken Kindes beeinflusst die Geschwisterkinder stark – meist ihr Leben lang. Denn in den Familien nimmt zwangsläufig das kranke oder behinderte Kind eine zentrale Rolle ein. Seine Betreuung und Versorgung stehen im Mittelpunkt und bestimmen den Tagesablauf der ganzen Familie.

Ein Geschwisterkind mit einer Behinderung ist anders als ein normal entwickeltes Geschwisterkind. Aber wie bei anderen Geschwistern auch entstehen tiefe Beziehungen und Gefühle füreinander. Die Kinder wachsen gemeinsam auf, sind eng vertraut, lernen sich intensiv kennen, mit all ihren Stärken und Schwächen.

Sucht Euch frühzeitig Hilfe

Ihr müsst nicht alle Probleme allein tragen. Es gibt eine Vielzahl von Netzwerken und Angeboten, die speziell für Geschwisterkinder konzipiert sind. Die meisten davon zielen darauf ab, die Geschwisterkinder in den Fokus zu nehmen, sie zu begleiten und zu stärken. Andere nehmen die ganze Familie in den Blick. Viele davon stellen wir Euch auf unserer Seite vor.

Sich kümmern kann auch anstrengend sein

Viele nicht behinderte Geschwister schlüpfen häufig in die Rolle des Aufpassers, kümmern sich  und unterstützen ihr Geschwister wo nötig. Außerdem setzen sie sich sehr dafür ein, anderen zu erklären, dass ihr Bruder oder ihre Schwester mehr ist als nur behindert. Das erfordert Courage und kann manchmal auch belastend sein.

Viele Geschwisterkinder fühlen sich oft allein. Glauben, dass sie emotional auf sich allein gestellt sind, ihre Probleme selbst lösen müssen, denn den Eltern mangelt es häufig einfach an Ressource.

Unterschätzt Euer Kind nicht

Wenn Ihr bemerkt, dass es Eurem Kind gerade nicht gut geht, dass es eine schwere Zeit durchmacht, dann fragt Euer Kind danach. Schenkt ihm das Vertrauen, dass es alle Fragen oder Probleme ansprechen kann – gleich wie schlecht es sich dabei fühlt.

Wenn sich Euer Kind Euch anvertraut, dann ist es wichtig, dass Ihr seine Sorgen und Nöte ernst nehmt. Das erfordert von Euch als Eltern Mut und Ehrlichkeit. Manche Eltern haben Angst, dass ihre Kinder sie nicht verstehen. Seid versichert, dass Kinder die meisten Situationen sehr gut verstehen können, auch wenn sie noch recht klein sind. Aber führt Euer Kind behutsam an problematische Themen heran und versucht, die Komplexität auf ein Minimum zu reduzieren.

Ihr dürfen sicher sein, dass Euer Sohn oder Eure Tochter sich kein neues Geschwisterchen oder eine neue Familie wünscht, sondern dass er/sie sich nur wünscht, dass Probleme und Gefühle Ernst genommen und besprochen werden. Sicher lösen sich diese nicht gleich in der Luft auf, aber sie werden leichter zu tragen – für die ganze Familie.

Wir in "Josi Schwesterherz" mit dem KiKa / HR (Ausstrahlung 14.02.21)

Manchmal ist es nicht einfach, Bruder oder Schwester eines schwer kranken Kindes zu sein. Die Familie ist durch die Sorge um das erkrankte Kind und die oftmals aufwendige Betreuung und Pflege sehr belastet. Es kann vorkommen, dass für die Interessen und Gefühle der gesunden Geschwisterkinder nicht genügend Zeit bleibt. Umso wichtiger ist es, dass es spezielle Geschwisterangebote mit kompetenten Ansprechpartnern gibt. Die Geschwister genießen es, andere Kinder und Jugendliche kennenzulernen, die zu Hause eine ähnliche Situation erleben. Manche Freundschaften, die bei diesen Angeboten geknüpft werden, halten ein Leben lang.

 

Renate Zahnbrecher (Leiterin des sozialpädagogischen Fachteams)
Irmengard-Hof der Björn Schulz Stiftung

Einblicke in die Geschwisterarbeit auf Youtube

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